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Datum: 
Donnerstag, 14. März 2019 - 13:00

BuT: Integrationsministerin Widmann-Mauz hat keine befriedigende Antwort

Mit der derzeitigen Regelung  des BuT (Bildungs- und Teilhabe-Programm) sind wir nicht einverstanden. Eine Finanzierung der Nachhilfeförderung wird von Behörden und der Politik abgelehnt.
Die Genehmigungspraxis ist uneinheitlich. Manchmal wird ein Antrag genehmigt und ein gleich Gelagerter abgelehnt.
Das sorgt bei den Betreuer*innen für einigen Unmut und Unverständnis und ist gleichzeitig demotivierend.
Wir sehen die Nachhilfeförderung bei den von uns betreuten Schülern und Schülerinnen als unverzichtbar an.
Sie ist notwendig bei manchen, um die Lernziele zu erreichen.
Der verbesserte schulische Erfolg  unserer Schützlinge durch die Nachhilfe gibt uns recht.
Da wir von der Politik hier enttäuschenderweise noch nicht unterstützt werden, finanzieren wir diese Nachhilfeförderung weiterhin durch unsere schmalen Budgets aus Spenden.
Wieder mal müssen wir feststellen, dass konkrete Integrationsbemühungen auf den Rücken der Ehrenamtlichen geladen werden.
Wir erleben seit einiger Zeit, dass sich Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit zurückziehen.
Mangelnde Unterstützung von seiten der Behörden und der öffentlichen Hand stellen wohl einen Teil der Beweggründe dafür dar.
Wir wünschen uns, dass vom Ministerium für Integration mit Nachdruck an einer Verbesserung der Situation gearbeitet wird.
Gleichzeitig bitten wir Sie, von diesen Bemühungen der politisch Verantwortlichen weiterhin von Ihnen informiert zu werden.

Antwortmail von Marc Schauecker 14.12. auf die Mail von Herr von Alvensleben vom 13.12.2018

Hier die Antwort auf unseren offenen Brief vom Ministerium für Integration:

"Dass strikte oder wie auch immer geartete Sparvorgaben der Grund für abgelehnte Anträge sind, wie Sie vermuten, ist definitiv auszuschließen. Dies hat rein rechtliche Gründe, wie Ihnen Landrat Walter auch in seinem Antwortschreiben ausführlich dargelegt hat: Die BuT-Maßnahmen können, so schreibt es das Gesetz vor, nur punktuell, also vorübergehend und ausgewählt, eingesetzt werden. Eine grundsätzliche wie auch dauerhafte Finanzierung von Nachhilfestunden etc ist nicht möglich! In der Regel dürften die Kinder der Flüchtlinge in extra Schulklassen oder ähnlichen Sprachkursen untergebracht sein. Deswegen ist Ihr Vorschlag, dass Anträge grundsätzlich bewilligt werden sollten, die von Schulleitung und Lernpaten geschrieben wurden, nicht möglich – und wird voraussichtlich in Zukunft ebenso wenig möglich sein.Sobald ich aus dem BK Näheres zum Thema BuT-Reform höre, werde ich Ihnen dies mitteilen. Vielleicht hilft ja der eine oder andere Punkt dann bei Ihrem Anliegen schon weiter.

Ich bedauere, Ihnen keine positivere Mitteilung machen zu können, ich bin aber optimistisch, dass auch der Landkreis bereits an Verbesserungen arbeitet, so wie ich den Brief von Landrat Walter verstanden habe."

Mail von Herr von Alvensleben vom 13.12.2018